Maler und Grafiker

Findorffstr. 17
27726 Worpswede

E-Mail JohnGabriel@haiss.net

Vita

1943geboren in Salt Lake City, Utah, USA
1961 - 1965Studium in Los Angeles Fulbright - Stipendium
bis 1970Studium an den Kunsthochschulen Kassel und Berlin
ab 1970Beginn der Tätigkeit als Übersetzer auf dem Gebiet der Kunstgeschichte und Kunstkritik.
seit 1985lebt und arbeitet John Gabriel in Worpswede

Ausstellungen und Beteiligungen

in Berlin, Bad Essen, Dachau, Schwäbisch Hall, Frankfurt und Worpswede. Vertreten durch die Galerie Bodek, Hannover
19982. Preis des Kulturpreises des Landkreis Osterholz


"Die Wüste und der weite Himmel von Arizona zählen zu den wichtigsten Inhalten im graphischen Werk Gabriel. [...] Während er sich früher auch der Ölmalerei zuwandte, konzentriert er sich heute ausschließlich auf die Radierung und Lithographie, wobei er ein ganz eigenes Verfahren entwickelt hat: Gabriel bringt zunächst unterschiedliche Farbflächen oder Punkte auf ein weißes Blatt (im chine collé - Verfahren) und setzt darauf seinen Druck. Durch diese... Farbigkeit bekommen die Arbeiten nicht nur einen eigenwilligen und oft sehr stimmungsvollen Ausdruck, jedes einzelne Blatt wird durch dieses Verfahren zum Unikat." (Donata Holz)

Von der Farbenpracht und dem Formenreichtum der Bergwelt Arizonas tief beeindruckt, schrieb der Künstler Max Ernst 1943: "Dort fand ich die Landschaft wieder, die mir immer vorgeschwebt hatte, die auch schon in meinen frühen Bildern immer wieder zu finden ist." Eben aus dieser Landschaft im Südwesten der USA stammt der Maler und Grafiker John Gabriel, der seit 19985 in Worpswede lebt und arbeitet.

John Gabriel wurde 1943 in Salt Lake City, Utah/USA geboren. Nach einem College-Studium in Los Angeles, besuchte er inden Jahren 1965/66 die Hochschule für bildende Künste in Kassel und studierte angewandte Grafik bei Prof. Hillmann. Von 1966 bis 1969 führte er in Berlin sein Studium zur freien Grafik fort. Danach war John Gabriel unter anderem als Übersetzer von Kunstbüchern und Ausstellungskatalogen für namhafte Verlage tätig.

Der Maler und Grafiker John Gabriel, der sich zunächst der großformatigen Malerei zugewandt hatte, entwickelte später die Druckgrafik um Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit. In experimenteller Kombination mit verschiedenen Collage – Techniken gestaltete er Radierungen und Lithografien. Dabei geht es John Gabriel vornehmlich um die Übersetzung der Realität als Erinnerung oder als Augenblicke starker visueller Reize. „Können setzt voraus, dass man Erlebnisse hat", erklärt Max Ernst und er fügte hinzu, „dem Künstler können die alltäglichsten und die seltensten Dinge zum Erlebnis werden." Entsprechend haben für den amerikanischen Künstler im Künstlerdorf Worpswede die Landschaften im Südwesten der Vereinigten Staaten noch heute diesem nachhaltigen Reiz. Als Kennzeichen der inneren Verbundenheit mit der Heimat tauchen in den Arbeiten Gabriels wiederholt die Kakteen in unfruchtbaren Wüsten Landschaften auf. Das Herausstellen von einfachen, gültigen Zeichen in den Bildkompositionen ist ein wesentlicher Bestandteil seiner künstlerischen Arbeiten. Der Abstraktionsprozess geschieht bei dem Künstler über eine lange Reihe vorbereitender Zeichnungen, die letztlich zur Klärung des gestellten Themas dienen. Die serielle Arbeitsweise trägt für den Maler und Grafiker dazu bei, dass Symptome der eigentlichen Betroffenheit klar und schön in der Form, ohne unbedingt harmonisch zu sein, schließlich mit der Bildaussage zum Ausdruck kommt. Die einzelnen Radierungen, die in Gestalt einer Collagearbeit durch zusätzliche Bildteile zum Unikat verwandelt werden, erlangen dadurch neue Aussagen. Die schemenhaft abstrahierten Arbeiten enthalten unter anderem leuchtende Farbzeichen, die im Aufbau des Bildes eine deutliche Dominanz einnehmen.

Die tiefe Verbundenheit mit der amerikanischen Landschaft ist auch gegenwärtig eine Wichtige Triebfeder des künstlerischen Schaffens John Gabriels. An das Wesen der Worpsweder Landschaft, von der er sagt, dass er sie liebt, tastet er sich durch einzelne Arbeiten langsam heran. Es zeichnet die Szene des Künstlerdorfes Worpswedes in besonderer Weise aus, dass sie sich nicht allein in der Vielfalt künstlerischen Schaffens präsentiert, sondern immer wieder durch neue, ungewöhnliche Wege belebt wird und auch belebt werden sollte.