Maler und Musiker

27726 Worpswede

E-Mail heinrich.schott@ewe.net
Website www.heinrich-schott.de
Galerie-Schott www.galerie-schott.de

Vita

1945 Rochlitz /Sachsen
Studium Muthesius Werkkunstschule / Kiel
Hochschule für Gestaltung / Bremen
seit 1972 Freischaffend
seit 1978 Atelier in Worpheim, Worpswede
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland
Fernsehberichte, Bücher, Kataloge
Werke befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland
Veröffentlichung von eigenen Songs, Blues und Gedichtvertonungen (Tucholsky, Ringelnatz bis Groth und mehr)
Öffentliche Auftritte unter anderem auf Bluesfestivals, z.B. “International Blues Festival” Eslöv/Schweden

"Surreal und doppelbödig ist die Welt des Künstlers Heinrich Schott, ein Labyrinth voller ironischer Brechungen" (H. Albrecht)

Das Buch zum Thema „Metamorphosen“

Nun ist es endlich soweit! Nach intensiver Planung und mühevoller Vorbereitung ist Heinrichs neues Buch erschienen.

Es enthält auf 60 Seiten eine Auswahl seiner Zeichnungen der letzten 10 Jahre. Wer Heinrich kennt, weiß, dass er ein ebenso eigenwilliger wie exzellenter Zeichner ist. -was im Übrigen mit seinen Arbeiten auf dieser Website leicht zu beweisen ist- In seinem sehr eigenen Blick auf die Welt mischt sich Surreales und Tiefsinniges mit Groteskem und stets mit einer Prise hintersinnigem Humor. Alle Blätter zeugen von einem konsistenten Schaffensprozess, kein Absetzen, kein Korrigieren ist erkennbar, der Stift scheint nur durch Heinrichs Vorstellungskraft, quasi eigenständig die Hand geführt zu haben, und dies oft so, als wären die figuralen Elemente miteinander verwoben.

Wolfram Schott über das Buch: Es entstand ein wunderschönes „Bilderbuch“, in dem man ausgiebig auf Entdeckungsreise gehen kann. Genau das Richtige für jeden Gabentisch, als Reisebegleiter und für alle Feiertage.

G. Heydrich WK über den Künstler: Heinrich Schott zeigt die Welt in grotesker Verkleidung“ „Zuviel der Ehre“, sagt Heinrich, nicht ohne Schmunzeln, “so grotesk wie die Welt ist, kann ich sie gar nicht darstellen!“

Mehr Informationen gibt es hier

Die Werkgruppe "Joe's Diary"

Die menschliche Figur stand von Anfang an im Mittelpunkt meiner Arbeit. Irgendwann hüpfte mir, wie aus Versehen, einer dieser seltsamen Vögel vom Pinsel. Dieses flugunfähige Zwitterwesen zwischen Vogel und Mensch beeindruckte mich so sehr, dass ich ihm zwei Gefährten zur Gesellschaft dazu malte. Dabei bleib es vorerst. Einige Jahre später führte ich das Thema weiter aus. "Joe's Diary" entstand.

Ich war schon lange mit dem Gedanken schwanger gegangen, dieses Thema noch einmal aufzugreifen. Als ich mich ans Werk machte, war es, als hätten diese Vogelfiguren nur darauf gewartet, dass der Käfig geöffnet würde, denn sie flatterten mir nacheinander mühelos vom Pinsel. Und es werden immer mehr...

Die erste Serie, "Joe's Diary", ist ein fiktives, in Bildern erzähltes Tagebuch - oder eigentlich mehr eine Schilderung einzelner Situationen. Sicher haben einige der tragischen oder kuriosen Begegnungen und Ereignisse, die ich erlebt hatte, Pate gestanden. Möglicherweise erzählen die Bilder auch einiges über mich. Doch wie ich denke, sind die Aussagen ganz allgemein und sollten, wie ich hoffe, für jeden Betrachter eine Fülle von Assoziationen bieten. Zumindest habe ich bisher kaum jemanden erlebt, der sich bei der Betrachtung dieser Bilder dem Interpretationszwang, den sie offenbar auslösen, entziehen konnte.

Die Kunst der Kunstbetrachtung liegt darin, selbst zu sehen! Nicht durch die Filter vorgefertigter „Expertenmeinungen“. Man muss sich öffnen und einlassen, um dann der eigenen Intuition zu folgen. Kunst entsteht durch Intuition und kann in ihrem Grunde nur intuitiv erfasst werden. Geschieht das nicht, müssen alle analytischen Versuche zur Entschlüsselung fehlschlagen.

Heinrich Schott im Juli 2013

Zeichnungen, oder...

"Der Mensch … ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."

Friedrich Schiller

"Das Zeichnen bildet seit Anfang an den Kern oder – anders gesagt – das Rückgrat meiner Arbeit, unter anderem, weil es mir die Möglichkeit bietet, frei zu erzählen. Das heißt für mich, der Phantasie freie Fahrt zu geben, um sich den Impulsen und Assoziationen des Moments zu überlassen, damit sich die ureigene verschlungene Phantasiewelt auf dem jungfräulichen Blatt frei entfalten kann.

Ein Kritiker schrieb schon vor Jahren über mich: "Der Künstler Heinrich Schott zeigt die Welt in grotesker Verkleidung". Zu viel der Ehre!! So grotesk, wie diese Welt sich darstellt, kann ich sie beim besten Willen nicht zeigen.

Manche Zeichnungen brauchen lange, Tage oder Wochen. Andere entstehen in Sekundenschnelle – aus dem Moment heraus. Wenn die Geschichte erzählt ist, Schluss! Meine Zeichnungen begreife ich als Erzählungen, Gedichte oder Short Stories. Ich denke, es lohnt sich durchaus, ein wenig Zeit mit ihnen zu verbringen, damit sie sich öffnen. Eine gute Geschichte sollte man langsam und mit Genuss lesen und einen guten Wein sollte man nicht stürzen.

Die Arbeiten sind hier zu finden: "Mitternachtsgarten" und "Nota Bene" In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen. Heinrich Schott im März 2016