„Naturfotografie ist ein Weg, zu erzählen was man fühlt über das, was man sieht“

Mit diesem Zitat von Ansel Adams starten wir die Premiereausstellung mit Ingrid Mittelstaedt und wollen die kommenden Feiertage und das Jahr mit den Arbeiten einer der stillen, introvertierten Fotografinnen in Worpswede beschließen.

Gerade das Jahresende bringt viele von uns dazu, sich wieder auf die einfachen, jedoch auch unverzichtbaren Dinge zu konzentrieren. Fotografische Objekte wie Blüten, wie Bienen auf Stempeln oder Schnecken, können uns dem näher bringen. Sie fordern unsere Langsamkeit und Konzentration. In der Beschleunigung geht uns oft das Bewusstsein für Details zwangsläufig verloren und die Kunst des Alltages bleibt dem schnellen, oberflächlichen Blick verborgen. Vielleicht geben die kommenden Tage Zeit und Muße für einen längeren, tieferen Blick.

Die Arbeiten von Ingrid Mittelstaedt sind hier zu finden

den 24. Dezember 2014

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Mit unserem langjährigen Freund Heinrich Schott, einem der ersten künstlerischen Berater unserer Website, setzen wir unsere Ausstellungen im Jahr 2014 fort. Seine ausgewählten Aquarelle sind ein Überblick über neue Interpretationen zu Themen, mit denen sich der Maler und Musiker seit langen Jahren kontinuierlich beschäftigt.

Dazu Heinrich Schott mit eigenen Worten:

Im Winter 2012 malte ich eine Serie von Aquarellen. Das Aquarell bietet für mich die Möglichkeit, sehr offen und spontan zu arbeiten. Es unterstützt meinen Hang zur Assoziation. Die Dinge entstehen mehr oder weniger „automatisch“.

Doch kreisen die Aquarelle zumeist – wie meine Arbeit generell – um mein Hauptthema, zu dem ich seit längerem wieder zurückgekehrt bin: die menschliche Figur oder besser, die Tragikomödie des menschlichen Daseins. Ein Kritiker schrieb vor einigen Jahren über mich: “Heinrich Schott zeigt die Welt in grotesker Verkleidung...“

Er hat mich grandios überschätzt - denn: Die Welt ist wesentlich grotesker, als ich sie jemals zeigen könnte. (Heinrich Schott November 2014)

Mit seiner neuen Ausstellungsseite zeigt der Künstler, dass zarte Aquarelle und Expressionismus keine Gegensätze sein müssen. Die Seite ist hier zu finden

den 24. November 2014

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Jürgen Strasser, ein weit gereister Fotograf, hat vor einiger Zeit Worpswede zu seinem Zuhause gewählt. Er ist in das Haus seines 2012 verstorbenen Vaters, des Malers, Skulpteurs und Grafikers Heini Linkshänder gezogen und ist seither aus Worpswede nicht mehr wegzudenken. Die von seinem Vater 1984/85 selbst gebaute Wohnstatt, heute liebevoll von ihm gepflegt, ist die Plattform für seine Weltreisen geworden, die ihn nie ohne neue Inspirationen zurückkommen lassen.

Jürgen Strasser bezeichnet seine Arbeiten als Photographic, wobei diese Arbeiten den Zusatz "Art" sehr wohl verdient hätten. Die Fotografie nahm bei ihm während seiner langjährigen Tätigkeit als Etat Direktor in Frankfurter Werbeagenturen bereits einen großen Raum ein. Er entwickelte dadurch einen ausgeprägten Blick für Ästhetik und Komposition. Standen zu Beginn Porträt- und Reisefotografie im Vordergrund des fotografischen Schaffens konzentriert sich seine Fotokunst zunehmend auf Natur und urbane Landschaften. Er nutzt deren Farben, Formen und Strukturen als Gestaltungsmittel und entwickelt aus realen Motiven abstrakte Kompositionen, welche die Grenze zwischen Fotografie und Grafik verschwimmen lassen.

Mit acht Ausstellungsseiten gelingt Jürgen Strasser ein fulminanter Start auf unserer Website, der hier zu finden ist.

den 06. November 2014

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Ina und Markus Landt gehören zu den Gründungsmitgliedern unserer Website und sind seit Dezember 1999 mit dabei. Mit einer kompletten Überarbeitung ihrer Ausstellungsseiten starten wir in das letzte Vierteljahr des, an Ereignissen reichen Jahres 2014.

Ihre neue Ausstellung ist in Themenkreisen gegliedert und erlaubt einen tiefen Einblick in den Charakter und das Entstehen ihrer Arbeiten. Sie befreien die Rahmen ihrer Bilder, und damit auch deren Fläche, von den sonst vorgegebenen quadratischen oder rechteckigen Formen und entwickeln daraus dreidimensionale Bilder.

Ihre Intension mit eigenen Worten: "Neue Formen sind Ausdruck einer Öffnung des Raumes. Sie sind auch Zeichen einer aktuellen Nachfrage. Zentrale Fragen der bildnerischen Forschung sind dabei: wie wirkt sich die Veränderung des Bild-Formates auf den Mal-Inhalt aus? Und: wie wirkt sich der Inhalt auf die Format-Bildung aus? Maxime: Es verändert die Perspektive."

Die neue Ausstellung von Ina und Markus Landt ist hier zu finden.

den 03. Oktober 2014

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Worpswede hatte einen "heißen" Kunstsommer, unter anderem mit "Worpswede Nonstop". Unter diesem Motto zeigte die Galerie Altes Rathaus ein Feuerwerk an Ausstellungen mit unterschiedlicher Thematik. Es wurde viel getan in diesem hunderfünfundzwanzigsten Jahr der Künstlerkolonie, auch für die Gegenwartskunst. Aber das darf und wird nicht alles gewesen sein. Wir, von unserer Seite, wollen es nonstop weitergehen lassen.

Mit einer Premiereausstellung unter unseren Gästen, der Bildwerkerin Charlotte von Heise, setzen wir unsere eigene Ausstellungsserie im Herbst 2014 fort. Charlotte von Heise setzt die geballte Ausdrucksform ihrer Objekte und Digital Works gegen das vordergründige, erwartungsgemäße Bild der Frau in unserer Gesellschaft ein. Dies ist eines ihrer wichtigsten Themen. Ihre Ausdrucksformen und -techniken reichen von einer sehr ernsten bis zu einer eher spielerischen Auseinandersetzung mit ihren Themen. Ein Überblick ihrer aktuellen Arbeiten ist hier zu finden.

In diesem Zusammenhange weisen wir auch auf die Ausstellung "KUNSTFOLGEN" hin, bei der Charlotte von Heise zu den Initiatorinnen gehört. Sie wird am 20. und 21. September in Garten des Hotels Der Eichenhof in Worpswede stattfinden. Die Idee und Realisierung einer "mobilen" Ausstellung "für Künstler, von Künstlern", durch die Initiatorinnen Gaby Ahnert und Charlotte von Heise wird in diesem Jahr uraufgeführt und soll in Zukunft, jährlich, an einem anderen Ort wieder Künstler und Kulturinteressierte zusammenbringen. Im Moment bereiten sich knapp 20 Künstlerinnen und Künstler auf die Tage im September vor, an denen auf fast 10.000 Quadratmetern Malerei, Live Painting, Graffiti, Objektkunst, Zeichnung, Fotografie, Musik und vieles mehr gezeigt werden wird. Eine Auswahl der Beteiligten ist hierzu finden. Die Ausstellung zeichnet aus, dass sich die beteiligten Kunstschaffenden selbst vermarkten. "für Künstler, von Künstlern"

den 11. September 2014

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Wir freuen uns sehr, heute eine komplette Aktualisierungs - Ausstellung von Rüdiger Lubricht zeigen zu können. Er ist seinen Themen treu geblieben, zeigt sie hier jedoch auf neue Art.

Tschernobyl wird nie Geschichte! Das Thema "Tschernobyl" läßt ihm seit 2003 keine Ruhe mehr. Seine neuen Seiten Verlorene Orte und Lebenslang erzählen davon.

Der Architektur widmet sich Rüdiger Lubricht in umfangreichen Serien. Auch hier erzählt er Geschichten über Gebäude, Monumente, Bunker und Zerfall, von ihrem Ende her. Die Seite Andernorts zeigt das sehr deutlich.

Eine Hommage an Worpswede ist unter Moorland zu finden.

den 28. August 2014

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Sabine Fleckenstein lebt und arbeitet seit Mitte 2012 zwischen Worpswede und dem (noch) heimatlichen Süden Deutschlands. Ihre lebenslange, man könnte sagen angeborene Beschäftigung mit der Malerei und Kunst dringt seit 1999 immer mehr an die Oberfläche. Wir, und viele andere Menschen hier in Worpswede, freuen uns darüber.

Sabine Fleckenstein arbeitet mit extrem unterschiedlichen Formaten, verschiedenen Untergründen und einer Vielzahl von Materialien mit denen sie Farben und Formen auf ihre sehr eigene Art erzeugt. Auch Fundstücke, teilweise auf Reisen gesammelt, werden eingesetzt oder sind teilweise sogar der Anstoß zu einem neuen Werk. Ständige Experimente helfen ihr in diesem Prozess und faszinieren sie immer wieder aufs Neue. Ihre Teilnahme an unserem virtuellen Katalog startet sie mit fünf thematisch unterschiedlichen Seiten, alle mit verblüffenden Ideen. Viel Freude und kreative Anregungen bei dieser Premiereausstellung sind garantiert und hier nur einen Klick entfernt.

den 26. Juli 2014

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"Am Anfang war ein Torso"

mit diesen Worten leitet Prof. Bernd Altenstein einen Katalogtext über die Arbeiten von Christoph Fischer ein. Die Worte weisen auf eine seiner sehr frühen Arbeiten hin, die aus heutiger Sicht eine ständige programmatische Wirkung hatte und hat.

Sie zeigt die massige Gestalt eines Rindes, torsiert, über einem Bein fast schwebend aufgebaut. Die Gestalt vermittelt den Eindruck, gerade jetzt, in diesem Moment direkt aus der Oberfläche der Erde zu entstehen und dieser immer zugehörig zu sein. Herausgelöst aus einer vermenschlichten Symbolik gibt bei Christoph Fischer der Tierkörper Anlass zu einer Auseinandersetzung mit dem Werden und Vergehen der Natur und damit mit dem Leben an sich.

Immer wieder entstehen auch Skulpturen, die sich zwar aus dieser selbstbestimmten Programmatik lösen, uns aber auch auf eine andere, eher spielerische Art zu einem tieferen Verständnis über Tiere führen sollen und können.

Mit der Präsentation dieser Skulpturen starten wir die erste Ausstellung von Christoph Fischer auf unseren Seiten und fragen uns inspiriert, wann wir Menschen endlich begreifen, dass wir zu den Tieren gehören und ohne sie nicht leben könnten?

Zu Christoph Fischer und seinen Tierskulpturen, zu Reitern, Booten, hohen Mauern und dunklen Tiefen geht es hier

den 09. April 2014

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"Wer aufhört, besser werden zu wollen, hört auf, gut zu sein. "

Diese Lebensweisheit von Marie von Ebner-Eschenbach hat Sabine Böhme geradezu verinnerlicht.

In Ihrer Ausstellungsaktualisierung und -erweiterung zeigt sie eine neue Auswahl ihrer künstlerischen Möglichkeiten, wie beispielsweise großformatige "Menschenbilder".

Sorgsam werden hier alle Möglichkeiten ausgelotet, das Reale, das Zufällige und das Alltägliche. Dabei stehen realistische Ausdrucksformen gleichzeitig und gleichwertig neben Abstraktionen. In den kleinformatigen Kompositionen werden Farbigkeit und das Formale zugunsten der zeichnerischen Effekte reduziert.

Neben den "Menschenbildern" hat sich Sabine Böhme auch intensiv mit den Motiven "Masken" und "Vögel" befasst.

In der Formenwelt der Masken sieht die Malerin ihre Herausforderung. Schon seit ältesten Zeiten trägt der Mensch Masken, bei Ritualen, Festen und im Theater. Aber auch im alltäglichen Leben braucht der Mensch oft Masken, um Gefühle zu verbergen, vorzutäuschen, zu manipulieren oder Rollen zu spielen.

Das Thema "Vögel" kommt ebenfalls nicht von ungefähr. 15 Jahre lebte die zahme Dohle Anton als vollwertiges Mitglied bei Familie Böhme. Dieser intelligente Rabenvogel war die Inspiration für ihre Vogelbilder.

hier geht es zu Sabine Böhme

den 23. März 2014

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... als zweite Premierenausstellung in 2014 wollen wir einen "unserer" Gäste vorstellen. Bertram Kühn, ein Künstler der lange Jahre in Worpswede und Bremen gewohnt und gearbeitet hat. Heute lebt er am Steinhuder Meer bei Hannover. Bertram Kühn ist ein Künstler, der sich in seinem Schaffen nichts leicht gemacht hat. Er arbeitet nahezu ausschließlich in der Technik der alten Meister und füllt den Bildraum mit 50 und mehr Schichten Farbe. Dies erstaunlich langsam, wenn man ihm bei der Arbeit zusieht. Wenn die Bilder dann, nach Wochen, Monaten oder Jahren fertig sind, erschaffen sie eine bemerkenswerte Räumlichkeit im Auge des Betrachters.
Bertram Kühns Ausstellung bei uns, die etwa 30 Bilder umfasst, zeigt einen Querschnitt durch annähernd die gesamte stilistische Bandbreite des Künstlers dessen Merkmal es gerade ist, sich nicht auf einen Stil festzulegen.

Doch Worte für Bilder?

hier geht es zu Bertram Kühn

den 28. Januar 2014

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“...und der Mensch wird zuerst das sein, was er zu sein geplant hat, nicht was er sein wollen wird.”

(Jean-Paul Sartre)

Mit diesen Worten startet David Didebulidze seine eigene Webpräsenz. Diese Worte sagen auch schon sehr viel über die Werke des Malers. Er stellt, in teilweise verstörenden Bildern, menschliche Deformationen dar. Deformationen die uns angetan werden und solche die wir uns selbst antun um uns zu entwickeln, zu transformieren. Seine Bilder vermögen zu bewegen, ängstigen, belasten und zu schrecken. Wir können gar nicht anders, als uns in diesen Bilder zu reflektieren.

Wenn wir allerdings genau hinsehen, wenn wir uns über den ersten Eindruck hinwegsetzen, sehen wir auch den Humor, den Schalk und den Witz den David Didebulidze seinen Bildern mitgeben kann. Man muss diese Bilder einfach sehen!

Viel Spass und Anregung mit unserer ersten Premiereausstellung in 2014

hier geht es zu David Didebulidze

den 24. Januar 2014

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Liebe Freundinnen und Freunde,

einen guten Rutsch und ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches neues Jahr! Die allerbesten Wünsche und viele kreative Grüße - auf einen tollen Start in das Jahr 2014!

Mit unseren letzten Neujahrsgrüßen konnten wir auf eine neue Startseite hinweisen. Das Jahr 2014 können wir mit einer komplett neuen Website über die Worpsweder Gegenwartskunst beginnen. Rechtzeitig zu Beginn der 125 Jahrfeier der Künstlerkolonie haben wir somit die Voraussetzungen geschaffen, "unsere" Künstlerinnen und Künstler auch in der Zukunft angemessen und modern zu präsentieren. Geplant sind, eine wesentlich höhere Frequenz neuer Ausstellungen und Aktualisierungen, sowie das Aufnehmen und Präsentieren neuer Themen aus dem gesamten Kunstkreis der Worpsweder Gegenwart.

den 01. Januar 2014